Fliegenpilz: Mythos, Geschichte & moderne Bedeutung eines außergewöhnlichen Pilzes
Der Fliegenpilz ist einer der bekanntesten Pilze der Welt – und gleichzeitig einer der am meisten missverstandenen. Kaum ein anderer Pilz ist so sehr von Mythen, Ritualen, Volkskunde und spirituellen Erzählungen durchzogen wie Amanita muscaria. In den letzten Jahren erlebt dieser Pilz eine überraschende Renaissance und rückt zunehmend ins Interesse von Naturmedizinern, Ethnobotanikern, Biohackern und Pilzfreunde.
Der Fliegenpilz in Mythologie & Kultur
Der Fliegenpilz ist nicht nur ein Pilz – er ist ein globales Symbol. Man findet ihn in: • Märchen & Sagen • Weihnachtsgeschichten • Gemälden • Volkskultur • Glückssymbolik In vielen Kulturen wird der rot-weiße Pilz als Tor in andere Welten, als Schutzsymbol oder als magischer Helfer gesehen.
Einige Hypothesen gehen sogar so weit, den Fliegenpilz hinter dem vedischen „Soma“ zu vermuten – dem legendären Trank der Götter und „Fürst der Heilkräuter“. Der Ethnomykologe R. Gordon Wasson glaubte, dass alte indoiranische Stämme den Fliegenpilz rituell nutzten, um erweiterte Bewusstseinszustände zu erreichen . Eine weitere spektakuläre Theorie stammt von John M. Allegro: Er behauptete, der Name „Jesus“ sei ein Code für den Fliegenpilz in den frühesten christlichen Texten. Diese These bleibt höchst umstritten – zeigt aber die Intensität des kulturellen Interesses.
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